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Liedertexte Räderwerk
Räderwerk
( ©Joachim von Lingen, Oktober 2008)

Wieder so ein Tag und wieder eine Nacht
im Räderwerk verbracht
Hab mich fast verlor´n und Zeit nur rumgebracht
und viel zu viel gemacht.

Refr.: Und jetzt bin ich hier und sing mein Lied und klink´ mich an das Leben an.
Und lass mich einfach raus.
Weil das Singen in mir nun mal zu mir gehört, geb ich ihm Raum und dann
fliegt die Seele aus.

Hab wieder viel geseh´n, den Mund kaum aufgemacht
Im Räderwerk ein Korn.
Den Eigensinn gepflegt und tiefer nachgedacht.
Das war dann ein Schritt nach vorn.

Refr.: Und jetzt …

Widerstand gezeigt, das Räderwerk befragt,
wo ist der tiefe Sinn?
Bin ich unterwegs zur Quelle allen Seins,
wo führt mein Weg mich hin?

Refr: Und so bin ich hier …

Hab´ dieses Lied gemacht, das Räderwerk gefoppt,
kann selber Quelle sein.
Bin ganz fest in mir und bin ganz fest in dir
und tauche in dich ein!

Refr.: Und so bin ich bei dir und sing mein …
… fliegt die Seele aus,
… fliegt die Seele aus,
… fliegt die Seele aus.
 
Ahnungen
Anne & Davy

Eingepfercht in dunklen Verließen sterben Seelen ab
Sie werden ganz hohl und leer wenn ihnen Freiheit fehlt sich zu entfalten
Seelen bringen uns wärmendes Licht in kaltgraue innere Welten
Wo sie durch Träume wirken mit behutsam lenkender Hand

Eingebunden in rigide Strukturen sterben Phantasien ab
Sie werden ganz still oder schrill wenn ihnen Freiheit fehlt sich auszubreiten
Phantasien nehmen uns mit auf farbige Bilderreisen
Wo Sehnen sich erfüllen darf nicht mehr verborgen bleibt im Spiel

Eingezwängt in starre Normen sterben Gefühle ab
Sie werden ganz dumpf und schwer wenn ihnen Freiheit fehlt einfach zu 
fließen Gefühle als pulsierende Kraft bewegen uns machen uns reicher
Sie sind uns immer Begleiter in unserem Lebenslabyrinth

Eingefügt in natürliches Ahnen wachen Wünsche auf
Sie werden ganz rege und bunt wenn ihnen Freiheit bleibt sich klar zu zeigen
Wünsche kriechen in uns hinein wie Sonnenstrahlen nach Tagen mit Regen
In denen Sehnsüchte stecken nach erkennender Sicht



 
Vom leeren Kopf
( © Joachim von Lingen, August 2011)

Und da stehe ich vor mir und mein Kopf ist leer.
Und es wächst die Frage in mir: Gibt´s vom Leben noch mehr?
Entdecke ich den Horizont, was wird dahinter sein?
Und gehe ich den weiten Weg mit ihr oder … allein?

Und plötzlich weiß ich: Alles wird gut, wenn ich bei mir bin.
Und dann weiß ich, alles wird gut, der Weg hat seinen Sinn.

Und da stehe ich vor dir und mein Kopf ist leer.
Und es wächst die Frage in mir: Gibt´s vom Leben noch mehr?
Entdecke ich den Horizont, was wird dahinter sein?
Und gehe ich den weiten Weg mit dir oder … allein?

Und plötzlich weiß ich: Alles wird gut, wenn ich bei dir bin.
Und dann weiß ich, alles wird gut, der Weg hat seinen Sinn.

Und plötzlich weiß ich: Alles wird gut, wenn ich bei ihr bin.
Und dann weiß ich, alles wird gut, der Weg hat seinen Sinn.
 
Nur für Heute
Anne & Davy
Gräben tief und dunkel zeigen mir was gestern war
meine Angst zeigt mir den Weg ins Hier und Jetzt
diese Gräben tief und dunkel bergen Schatten Fallen Tücken
die nach mir greifen mich erreichen mich fast verschlingen

Nur für Heute mache ich den ersten Schritt
nur für Heute einen klitzekleinen Schritt
Kreisgedanken ohne Ende brechen auf
Wenn ich mich traue löst sich meine Enge auf
Wenn ich mich spüre in bunten Tränen
in bunten Tränen die einfach fließen

Felder weit und offen zeigen mir was heute wirkt
Meine Angst begleitet mich im Hier und Jetzt
Diese Felder weit und offen bergen Wünsche Bilder Farben
die nach mir greifen mich erreichen mich ganz verschlingen

Nur für Heute mache ich den ersten Schritt
nur für Heute einen klitzekleinen Schritt
Kreisgedanken ohne Ende brechen auf
Weil ich mich traue löst sich meine Enge auf
Und ich mich spüre in bunten Tränen
in bunten Tränen die einfach fließen
 
Hüterin der Kraftquelle
(© Joachim von Lingen, September 2011)

Ich steh´ hier an deiner Quelle, schöpfe neue Kraft,
dring´ vom Dunkeln in das Helle, hab´s mit dir geschafft.

Refr.: Und es braucht nicht viele Worte, so wie ich bin, so darf ich sein,
es gibt nicht viele solche Orte, doch hier lädst du mich ein.

Du weißt von meinen Schattenseiten, weißt auch, wo Schatten ist, ist Licht,
bist Hüterin der Eigenheiten, mehr braucht es nicht.
Refr.: Und es geht auch ohne Worte …

Dein kleiner Zauber ist mir wichtig. Es ist dein guter Geist.
Bei dir fühle ich mich richtig, weil du den Weg zur Quelle weißt/weist.
Refr.: Und es braucht nicht viele Worte …

Und es tanzen die Dämonen Reigentanz im Licht,
müssen nicht mehr unten wohnen, fast glaub´ ich´s nicht.
Refr.: Doch es geht auch ohne Worte, so wie ich bin, so werd´ ich sein.
Du hütest einen dieser Orte und lädst mich zu dir ein.
 
Kleinkariert
Anne & Davy

Oh was ist los was ist mit mir los
Ich bin schon seit Jahren so aufgedreht
Ich erzähl Dir dass ich in mir nur noch Leere spür

Die Decke in meinem Zimmer fällt mir auf den Kopf
Das Hemd dass ich trag wird mir so eng
Den Leuten die stets dasselbe sagen weiche ich aus

Ich hab die Kleinkariertheit meines Lebens satt
Die Kleinkariertheit meines Lebens so satt
Ich hab es satt eigentlich satt
Ich will raus

Ich dachte ich schaff das nie ist das so wirklich wahr
Hab ich ´n andres Leben je versucht
Nein - na dann wird es höchste Zeit

Ganz aufgeregt werf ich alten Ballast weg
Ich will endlich ganz ich selbst nur sein
Und ich mache mich von meinen Hemmungen frei

Ich hab die Kleinkariertheit meines Lebens satt
Die Kleinkariertheit meines Lebens so satt
Ich hab es satt endgültig satt
… und ich steig aus
 
Der rechte Moment
Anne & Davy

Es ist schon ein paar Jahre her du gingst damals fort
und ich konnte nicht mehr leben in dieser öden Stadt
Ich hab im rechten Moment ´ne neue Form gewählt
Ich traf andere Leute fand neue Orte

Ich merkte was ich bis dahin alles versäumt und unterlassen hab
In dieser öden Stadt deren nacktes Betongesicht mich totzumachen schien
uns tot zu machen schien

Ich denke dass ich versucht hab möglichst ehrlich zu sein
dass es mir schwergefallen ist in dieser öden Welt
In der man sich so oft belügt in der man sich so oft betrügt
Heute gehe ich meinen Weg ich hab es mir geschworen

Nun siehst Du mich erkennst mich endlich wieder
meine Leidensmiene wich einem offenen Gesicht
In dem Du zu sehen glaubst der Weg der tat mir gut
der Weg der tut mir gut

Ich hab im rechten Moment ´ne neue Form gewählt
Ich hab im rechten Moment ´ne neue Form gewählt
ja - ich hab im rechten Moment ´ne neue Form gewählt
Amsterdam
Anne & Davy

Eine Katze am Fenster - entlang der Mauer ein „Löwe“ schleicht
Ein Sonnenstrahl der ins Zimmer fällt
Färbt einen Lichtblick lang ihre Haare in Gold
Laufen ohne das Füße schmerzen
Schmale Häuser und Brücken die Grachten begrüßen enge Gassen
Ein Glas Rotwein dazu französische Chansons - violà
Im Pissoir gegenüber Männer deren Schwänze Phantasien wecken
Szenen in Amsterdam

Ein Gesicht das so gelöst selbstvergessen Lieder singt
mit einem Teddy im Arm als Begleiter so wichtig
Bunte Hüte die unter Akazienblättern schmeichelnd streicheln
Innehalten – mit der warmen Sonne im Gesicht
seh ich dieses freundlich breite Grinsen aus brauner Haut
So dicht so direkt so herzlich
Augenblicke in Amsterdam

Und dann das Schweigen am frühen Morgen um acht
Nachdem so vieles gesagt in einer langen Nacht
Füllen sich meine Augen mit Tränen
Falle ich in Tiefe in Amsterdam

So viel Freude Lebhaftigkeit bei so edlem roten Wein
Höre ich ein Klavier das mir sein Herz offenbart
Nachtblicke in Amsterdam
Wo Bäume quer statt in die Höhe wachsen
Und eine Ente uns beobachtet wie wir lachen albern sind
Feiern in Amsterdam
 
Walter
( © Joachim von Lingen, August 2011)

Walter – alter Ego, Walter – anderes Ich,
mehr als 50 Jahre Zeit für dich und mich.

Der Spiegel der Erinnerung ist fleckig und nicht klar,
getrübt, verzerrt, durch mich gedacht, zeigt er, was damals war.

Im Spiegel der Erinnerung zwei kleine Jungs auf Tour,
der eine sieht im ander´n sich – das war Leben pur.

Walter – alter Ego, Walter – anderes Ich,
mehr als 50 Jahre Zeit für dich und mich.

Der Spiegel der Erinnerung ist fleckig und nicht klar,
getrübt, verzerrt, durch mich gedacht, zeigt er, was damals war.
Im Spiegel der Erinnerung, wir fühlen uns ganz groß,
allmählich trennen Wege sich, wir legen beide los.

Walter – alter Ego, Walter – anderes Ich,
mehr als 50 Jahre Zeit für dich und mich.

(Gitarren-Solo)

Der Spiegel der Erinnerung ist fleckig, manchmal blind,
getrübt, verzerrt, durch mich gedacht, weil wir Brüder sind.
Im Spiegel zeigst du deinen Weg: Im Auenland ein Haus.
Mit Klang und Spiel da schaffst du Raum, lässt deine Träume raus.

Walter – alter Ego, Walter – anderes Ich,
mehr als 50 Jahre Zeit für dich und mich.

Walter – alter Ego,
mehr als 50 Jahre …
 
Oh diese Nippel
Anne & Davy

Wenn er morgens auf der Arbeit mit seiner Fettpresse geht
Ist er nicht mehr zu bremsen weil er auf Nippel steht
Er drückt und er drückt bis ihm die Luft ausgeht
Dann quillt's aus jeder Lücke Staucherfett
Doch manchmal gibt's Probleme wenn sich ´n Nippel ziert
Dann drückt er eben stärker auch der wird abgeschmiert

Oh diese Nippel diese Nippel er ist so fasziniert Da soll mal einer sagen er wär nicht motiviert
Oh diese Nippel diese Nippel er träumt schon nachts davon
Und kommt nicht mehr von los sein Leben lang

Nun steht er hier vor dem Gerät es quietscht und pfeift und ächzt
Fast nicht mehr auszuhalten so doll schreit es nach Fett
Nun lasst ihn an die Nippel hier es ist noch nicht zu spät
Er quetscht so lange bis es wieder geht
Er presst was er pressen kann hier steht er seinen Mann
Und bringt es schon zum Laufen irgendwann

Oh diese Nippel diese Nippel er ist so fasziniert Da soll mal einer sagen er wär nicht motiviert
Oh diese Nippel diese Nippel er träumt schon nachts davon
Und kommt nicht mehr von los sein Leben lang

Ich hab zwar keine Ahnung was ihr bei Nippeln denkst
Er ist hier auf der Arbeit wird nicht gern abgelenkt
Von Nippeln gibt es viele hier nun halt ihn bloß nicht auf
Verständnislosigkeit nimmt er dabei in Kauf
Kommt ihm nicht in die Quere wenn er die Wallung hat
Geht lieber schnell zur Seite am besten sperrt mal ab

Oh diese Nippel diese Nippel er ist so fasziniert Da soll mal einer sagen er wär nicht motiviert
Oh diese Nippel diese Nippel er träumt schon nachts davon
Und kommt nicht mehr von los sein Leben lang

Und kommt nicht mehr von los sein Leben lang (oh diese Nippel-diese Nippel)
Und kommt nicht mehr von los sein Leben lang (oh diese Nippel-diese Nippel)
 
Parkplatzfee
Anne & Davy

Welcher Teufel reitet ihn dass er die Tour noch machst
Der Kunde und der Alte mit denen hat er Krach
Stundenlang im Dauerstau die Zeit wollt kaum vergeh'n
Er hat schon längst die Schnauze voll und lässt den Truck bald steh'n

Nun komm schon liebe Parkplatzfee schaff ihm doch endlich Platz
Die Fahrtenschreiberscheibe dient heut als Brotersatz
Er stellt sich hier ins Nirgendwo auch wenn's ihm nicht gefällt
Ihm bleibt nur noch 'n Spatenklo er pennt am Arsch der Welt

Sein Punktestand in Flensburg kost ihm ne Menge Moos
Wenn die ihn jetzt noch schnappen ist er den Lappen los
Er müsste längst schon schlafen verfluchte Ruhezeit
Doch überall steh'n andere kein Rastplatz weit und breit


Nun komm schon liebe Parkplatzfee schaff ihm doch endlich Platz ...

Wer hat sich das nur ausgedacht dass er die Schicht hier schiebt
Von Spanien Knoblauch nach Sizilien als wenn's da keinen gibt
Für Nordseekrabben nach Marokko sind Wege nie zu weit
Gepult zurück in Feinkostläden seid ihr denn noch gescheit

Nun komm schon liebe Parkplatzfee schaff ihm doch endlich Platz
Die Fahrtenschreiberscheibe war heut sein Brotersatz
Er stellt sich hier ins Nirgendwo auch wenn's ihm nicht gefällt
Ihm bleibt nur noch 'n Spatenklo er pennt am Arsch der Welt
Er stellt sich hier ins Nirgendwo auch wenn's ihm nicht gefällt
Ihm bleibt nur noch das Spatenklo der Truck wird abgestellt
 
… und Tschüss
( © Joachim von Lingen, Juni 2008)

Spuren hinterlässt die Zeit auch im Gesicht,
fünf Jahre deines Lebens, wenig ist das nicht,
Spuren gibt es auch, die bleiben bei uns hier,
vieles ist geworden, und das liegt an dir.
Und wenn du heute gehst, und Neues für dich suchst,
ein Ticket für die Reise zu anderen Ufern buchst,
aus der Zeit mit dir bleibt der Gedanke bestehen,
deine Spuren gibt es überall zu sehen.

… und Tschüss, hab Dank,
da hinten geht´s lang.
Und sollte das Heimweh einmal größer sein,
durch jede Tür kommt man auch wieder rein.

Leben ist, so sagen weise Menschen, wie ein Fluss,
dem man sich voll Vertrauen einfach hingeben muss,
doch besser als zu treiben, ist wenn man mit Antrieb schwimmt,
weil man dann doch Einfluss auf die Strömungen nimmt.
Und wenn du heute gehst, und Neues für dich suchst,
ein Ticket für die Reise zu anderen Ufern buchst,
aus der Zeit mit dir bleibt der Gedanke bestehen,
viel mehr als Wellenreiten kann man bei dir sehen.
… und Tschüss, hab Dank …

So geh denn deinen Weg, und finde in ihm Glück,
und denkst du an deine Zeit hier zurück,
so wird es eine Phase des Wachsens sein,
doch Wachstum erreicht man nicht allein.
Und wenn du heute gehst, und Neues für dich suchst,
und ein Ticket für die Reise zu anderen Ufern buchst,
aus der Zeit mit dir bleibt der Gedanke bestehen,
ich wünsche mir ein Wiedersehen!
… und Tschüss, hab Dank,
da hinten geht´s lang.
Und sollte das Heimweh einmal größer sein,
durch jede Tür kommt man auch wieder rein.

… und Tschüss, hab Dank,
da vorne geht´s lang.
Und sollte das Heimweh einmal größer sein,
durch jede Tür …
durch jede Tür …
durch jede Tür kommt man auch wieder rein
.